Donnerstag, 11.10.2018

Auge in Auge mit dem amerikanischen Wappentier

Fahrt nach Wabasha Es gibt auch Sonne in den USA! DDT-Einsatz im Freibad in den 1960er Jahren    

Unser Tag startete heute um 9:00 Uhr bei Christ Church Lutheran, wo wir auf verschiedene Autos aufgeteilt wurden. Von dort ging es rd. 1 1/2 Stunden nach Südosten, nach Wabasha. Auf der Fahrt sahen wir zum ersten Mal blauen Himmel, und die Sonne kam heraus! Wabasha liegt am Pepin-See, was eigetlich kein See ist, sondern der Mississippi, dessen Tal sich hier aufweitet. Das finden nicht nur viele Amerikaner schön, die hier ein Boot oder ein Ferienhaus haben, sondern auch die Weißkopfseeadler, die hier in goßer Anzahl brüten. In den 60er Jahren ging die Population stark zurück. Ursache war der Einsatz von DDT, sowohl in der Landwirtschaft als auch an allen möglichen und unmöglichen Stellen, selbst Kinder im Freibad wurden damit eingesprüht. Über den Regen gelangte das DDT in die Flüsse und Seen, wo es von den Fischen aufgenommen wurde. In den Adler sammelte es sich dann an, da sie am Ende der Nahrungskette stehen. Bei ihnen führte es dazu, dass die Eierschalen weich und damit beim Brüten die Eier zerdrückt wurden. Durch das Verbot von DDT gelang, dass sich die Population des amerikanischen Wappentieres wieder erholte. Das Wabsha-Adler-Centrum kümmert sich um verletzt gefundene Tiere und klärt über deren Lebensweise und Besonderheiten auf. Nach einem sehr anschaulichen Vortrag konnten wir mitverfolgen, wie ein Seeadler sein Mittagessen (eine halbe Ratte) vor unseren Augen verspeiste. Die erste Reihe bekam fast auch was davon ab, so beherzt ging das majestätische Tier zur Sache. 

Im Anschluss ging es auch für uns zum Mittagessen, nach Lake City, wo wir von Sandra, die aus Franken stammt und seit 15 Jahren in den USA lebt, bedient wurden. Eine Freude für beide Seiten, mal wieder die deutsche Sprache zu hören. Warum ein Burger mit Sauerkraut und Schweizer Käse aber als Black-Russian-Burger auf der Karte geführt wird, musste ein Geheimnis bleiben.

Die Rückfahrt führte uns noch zu einer Apfel-Farm, wo es neben Äpfeln auch Kürbisse, Marmelade Apfelkuchen etc. zum Kaufen gab.

Vielen Dank an unsere Fahrer, die den ganzen Tag mit uns unterwegs waren und besonders an Lora, die alles organisiert und koordiniert, so dass jeder auch zur rechten Zeit am rechten Ort ist!

Steffen