Dienstag, 16.10.2018

Dankeschööön! Thank yoooouuuu!

 

Ein RIESIGES Dankeschön an unsere Gastgeber, die uns in den letzten 10 Tagen beherbert, beköstigt, zu Konzerten und anderen Veranstaltungen eingeladen, uns auf verschiedene Weise ihre Stadt gezeigt und - nicht zu vergessen und besonders hervorzuheben - uns durch halb Minnesota gefahren haben. Mit deutschen Verhältnissen verglichen waren wir in einem Bereich von Chemnitz bis Berlin unterwegs!

Vielen, vielen Dank dafür!

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Leipzig!

Steffen

Dienstag, 16.10.2018

Rückflug mit Hindernissen

     

Glücklich am Flughafen angekommen, kam die nächste Ernüchterung für Gruppe 2. Durch die Umbuchung auf dem Hinflug hatte Icelandair den Rückflug gelöscht ... Da wir ja aber gültige Tickets vorweisen konnten, musste Icelandair rotieren. Für den Flug von Minneapolis nach Reykjavik waren noch genug Plätze frei. Von dort aus musste die zweite Gruppe aber einen Umweg über London in Kauf nehmen.
Der Flug nach Reykjavik verlief dann ohne Probleme, wir waren sogar eine halbe Stunde eher da. Dort trennten sich dann unsere Wege. Die erste Gruppe hob planmäßig nach Frankfurt ab, konnte sich dort noch zu Mittag stärken und sitzt nun im Zug nach Leipzig. Aktuell haben wir auf Grund von Signalstörungen vor Fulda 20 Minuten Verspätung - unsere zweite Gruppe wird darüber nur mild lächeln können. 

Wir hoffen, dass die zweite Gruppe nun auch gut ihren Weg über London findet.

PS: Gegen Mitternacht - d.h. mit rd. 5 Stunden Verspätung - ist dann auch unsere zweite Gruppe sicher zu Hause angekommen.

Steffen

Montag, 15.10.2018

Shopping!!!

 

Nach 9 Tagen harter Kirchenvorstandsarbeit mit dem Besuch von 9 verschiedenen Kirchgemeinden, zwei Colleges und der Synode, hatten wir kurz vor dem Abflug noch die Gelegenheit, unsere letzten Dollar in der meistbesuchten Shopping-Mall der Welt, der MALL OF AMERICA umzusetzen. Im ersten Moment fühlt man sich wie der DDR-Bürger, der zum ersten Mal im Westen ist und ist von der Vielzahl der Geschäfte (über 500) und dem in der Mitte befindlichen, überdachten Freizeitpark einfach erschlagen. 

Nachdem das letzte Geld ausgegeben war, trafen wir uns um 16:00 Uhr am Hardrock-Café, um zum Flughafen zu fahren.

Steffen

Montag, 15.10.2018

Und bis wir uns wiedersehen, möge Gott seine schützende Hand über dich halten

    

Nach unseren verschiedenen Gottesdiensterfahrungen versammelten wir uns nach und nach in der professionellen Küche von Christ Church Lutheran, um unser Farewell Dinner vorzubereiten. Der Salat als Vorspeise kam als Letztes dran, zuvor galt es für bis zu vierzig Leute Gulasch, Kartoffeln und Rotkraut zuzubereiten, natürlich alles frisch und handgemacht, das ist hier nicht selbstverständlich. Als Dessert wartete auf unsere Gäste im XXL-Kühlschrank die selbstgemachte Zitronencreme. Die eine oder andere kleine 'Überraschung' blieb nicht aus - so verwechselten wir Cayenne-Pfeffer mit Paprika, was für ordentlich Würze sorgte, und die Sprühsahne, die zur Dekoration diente, war auch weniger 'standfest' als erwartet. Bevor es soweit war, dass das Essen an den herbstlich dekorierten Tischen serviert wurde und wir mit einem wunderbaren kleinen Konzert auf das Mahl eingestimmt wurden, stand aber noch das finale Treffen mit Bischöfin Ann Svennungsen an, bei dem ein jeder von uns seine besonderen Eindrücke schilderte. Das, was allen gemein war, war die Erfahrung außergewöhnlicher Gastfreundschaft, Wärme und Herzlichkeit. Wir waren außerdem besonders angetan von dem Engagement der Gemeindemitglieder und von den vielen Projekten, die nach außen hin wirken. Das Motto der Synode von Minneapolis, das besagt, das man zusammenarbeitet, damit alle gütige, barmherzige Einladung in lebenspendende christliche Gemeinschaft erfahren und in gerechter und fairer Nachbarschaft miteinander leben können, das haben wir am lebendigen Leib erfahren können. Wir sind unendlich dankbar für diese großartige Erfahrung!

                                                                                  Antje 

Montag, 15.10.2018

Gottesdienst in der Mount Olive Gemeinde

Mount Olive Church inkl. Gemeindezentrum und ja, das Weiße ist der erste Schnee! Forum für Erwachsene   

An diesem Sonntag hatten wir keinen gemeinsamen Gottesdienst, sondern jeder ging mit zum Gottesdienst in der Gemeinde seines Gastgebers. Antje, Doreen, Margrit, Sylvia, Karsten, Tobias und ich besuchten den Gottesdienst in der Mount Olive Church. In dieser Gemeinde werden jeden Sonntag zwei Gottedienste gefeiert. Der erste um 8:00 Uhr, danach folgten Kirchenkaffee und um 9:30 Uhr ein Forum für Erwachsene sowie 10:45 Uhr der zweite Gottesdienst. Beim Forum wurde an diesem Sonntag ein soziales Projekt vorgestellt, welches sich für die frühkindliche Bildung, insbesondere für sozial schwache Kinder, einsetzt. Wer dieses mit seiner Unterschrift tun möchte, kann dies unter 

http://www.earlyedchallenge.org/

tun. Bei Zip-Code bitte 55406 eingeben.

Wir besuchten den Gottesdienst um 10:45 Uhr, da in diesem Gottesdienst auch der Chor sang. Es war ein besonderer Moment für Doreen und Margrit, als sie im Chorgewand hinter dem Vortragekreuz in die Kirche einzogen. Wir konnten dem Gottesdienst sehr gut folgen, da es gedruckte Programme gab, in denen alle Texte und Lieder verzeichnet waren, sowie auch die Anweisungen, an welchen Stellen die Gemeinde aufsteht, sich setzt oder auch zum Gebet kniet. Hier sitzt man z.B. zu den Lesungen. Für die Predigt, die Pastor Joseph Crippen frei hielt, bekamen wir als Gäste extra eine deusche Übersetzung (einen Extradank an Lora dafür!) Mit Freude stellten wir auch fest, dass unser Gastgeschenk, ein gravierter Abendmahlskelch, zum ersten Mal in diesem Gottesdienst benutzt wurde. Das Abendmahl erfolgte als Wandelkommunion, wobei im Anschluss die, die aus gesundheitlichen Gründen nicht nach vorn kommen konnten, das Abendmahl am Platz erhielten und ein Teil für die, die gar nicht am Gottesdienst teilnehmen konnten, aufgehoben und mit einer extra Einsegnung ausgesendet wurde, um es zu diesen nach Hause zu bringen. Abkündigungen gab es nicht, da diese - neben den Gebetsanliegen - im Programm vermerkt sind und es außerdem noch einen wöchendlich erscheinenden Newsletter (online und vor der Kirche in gedruckter Form ausliegend) gibt.

Nach dem Gottesdienst gab es wieder ein Kirchenkaffee, und es wurde der Haushaltsplan für das nächste Jahr vorgestellt. Ich bekam noch eine Extraführung zur neuen Heizung. Da die Kirche seit neustem mit Wärmepumpen beheizt sowie im Sommer auch gekühlt wird, die die Energie aus Erdsonden unter dem Parkplatz auf der anderen Straßenseite beziehen. Außerdem gibt es noch Solarzellen auf dem Dach des Gemeindezentrums zur Stromerzeugung - da kann man nur neidisch werden!

Steffen

 PS: Hier gibt es jetzt auch ein Video der Predigt:

 

 

Montag, 15.10.2018

Gottesdienst in der Christ Church Lutheran Gemeinde

Dieser Tag empfing uns wettermäßig mit einer Überraschung: Es schneite! So hatten wir in dieser einen Woche das Vergnügen, Minneapolis in fast allen 4 Jahreszeiten kennen zu lernen!
Dieser Sonntag war so gedacht, dass man den Gottesdienst entweder in der Kirchgemeinde besuchte, zu der die Gastgeber gehören oder man besucht den Gottesdienst in der Gemeinde, die uns bei unseren Besuchen am meisten begeistert hat.
Wir, d.h. Brunhild, Renate, Lutz, Pastor Michael und ich, waren mit unseren Gastgebern im Gottesdienst von Christ Church Lutheran (CCL), welcher um 9:30 Uhr begann und von Pastorin Kristine Carlson ( Ehefrau von Morris Wee) und Pastor Erik Haaland zelebriert wurde. Auch der Chor unter Leitung von Bob Farley brachte schöne Werke zum Klingen. Die Predigt hielt Pastorin Kristine Carlson. Es ging um die Frage der Nachfolge Jesu, siehe Markus 10,  Vers 23 - 27. Wie ist es mit uns? Schaffen wir das, uns von allem zu befreien und Jesus zu folgen? Es ist die schwierige Sache von dem Kamel und dem Nadelöhr...
Wir versuchten, der englischsprachigen Predigt zu folgen, was uns aber nicht immer gelang, und Morrie versprach uns, die Predigt mit Google Translate übersetzt ins Netz zu stellen.
An dem anschließenden Wandel-Abendmahl mit einem echten Brotlaib und Wein konnten alle Gottesdienstbesucher teilnehmen.
Nach dem Gottesdienst gab es beim Kirchenkaffee die Möglichkeit, sich mit den Gemeindemitgliedern von CCL auszutauschen, was wir auch sehr angeregt taten. Es war für uns sehr erstaunlich, wie viele Gemeindeglieder sich für unseren Besuch interessierten.
Im Anschluss daran gab es die sonntägliche Weiterbildung mit einem 55-minütigen Vortrag und anschließender Diskussion (45 Minuten!), an der 28 Gemeindemitglieder teilgenommen haben. Diesmal ging es um weltweite Probleme wie un-/gerechte Verteilung von Nahrungsmitteln, 6 Millionen Flüchtlinge, die zurzeit weltweit unterwegs sind, und die Ursachen dafür, wie z.B. Klimawandel, Machtanspruch einzelner Staaten u.a.m.
Nach dieser Veranstaltung fuhren Lutz und unser Gastgeber Kevin Reuther zu der Kirche von Mount Olive, um sich das Konzept der Kirchenbeheizung bzw. - kühlung mittels Wärmepumpen erläutern zu lassen. Die anderen von der Gruppe fanden sich nach und nach in CCL ein, um unser Dankes - Dinner (Abendessen) für unsere Gastgeber und Organisatoren in Form eines typisch deutschen 3-Gänge-Menüs vorzubereiten.


Ilona

Sonntag, 14.10.2018

Trinity Church

       Die Kapelle der Augsburg University  

Pastor Jane Buckley- Farlee empfängt uns im Verwaltungsgebäude. Sie berichtet über die Historie Folgendes: Die Trinity-Church existiert seit 150 Jahren. Erste Mitglieder waren Dänen und Norweger.
Das ehemalige Kirchengebäude, das 1000 Leuten Platz bot, musste in den 60er Jahren der Autobahn weichen. Trinity Church musste sich der Entscheidung beugen. Es gab eine Entschädigung, aber keinen Raum in der Umgebung für einen  Neubau. Man wollte nicht in die ländliche Vorstadt gehen.
Sie waren dann in verschiedenen Kirchen eingemietet.
1989 hat das Augsburg College die Trinitygemeinde eingeladen, in der Kapelle des College Gottesdienst zu feiern.
Heute gibt es ein Verwaltungsgebäude, wo alle anderen Arbeiten und Aktivitäten stattfinden.
Sie haben einem Pfarrer aus Äthiopien eingestellt, er hält Gottesdienst für Leute aus Äthiopien und Eritrea.
Pastor Allen, der Kollege von Pastorin Jane, arbeitete als Krankenhausseelsorger. Man kümmert sich um die  Nachbarschaft - das sind 8500 Leute, 30 % aus Ostafrika, die meisten aus Somalia, deshalb heißt es auch Little Mogadischu. 
Es geht um Heiligkeit und Gesundheit in der Nachbarschaft.
Pastor Jane sagt: Wir gehen zusammen mit der Nachbarschaft. Wir versuchen es, mit ihnen zu gehen - was nicht so einfach ist.
Die weißen Lutheraner denken, sie haben die besten Antworten , aber das ist nicht so...
Die 12-jährigen Kinder suchen einen sicheren Platz zum Hausaufgabenmachen.
Studenten vom Augsburg College helfen dabei.
Dabei werden Hindernisse abgebaut.
Jeden Mittwochabend gibt es ein Abendessen für die Nachbarschaft. 32 Leute kamen am letzten Mittwoch. Sie kommen wegen des Essens und der Gemeinschaft. Seit über 23 Jahren gibt es das.
Außerdem gibt es das Programm Health Commons.
Die Neuankömmlinge haben Kopfschmerzen, weil sie überfordert sind mit den vielen neuen Dingen. Dann gehen sie in die Notaufnahme, um dort lange zu sitzen und viel zu bezahlen und mit einem billigen Schmerzmittel rauszukommen. Dabei brauchen sie ganz was anderes, nämlich Zuspruch und Unterstützung. In dem Health Commons wird kostenlos beraten und geholfen.
Es gibt eine Gemeindeschwester, die heilende Handmassagen, also REIKI durchführt.
Es gibt eine Beziehung zur Moschee seit 4 Jahren.
Vor 4 Jahren gab es Feuer in einem Nachbargebäude der Moschee, es wurde durch Wasser und Rauch beschädigt, so dass sie die Moschee seitdem nicht benutzen konnten.
Trinity hat die Moschee-Gemeinde eingeladen, die untere Etage des Verwaltungsgebäudes zu nutzen.
Jane war bei den Versammlungen der Moslems immer dabei, aber sie hat nicht gepredigt, sondern nur zugehört.
2x im Monat treffen sie sich jetzt für Gespräche.
Letztes Jahr gab es eine Einladung am Faschingsdienstag, wo bei Pancakes über das Fasten bei den Christen und den Ramadan bei den Moslems gesprochen wurde
Jetzt denkt man darüber nach,  ein neues Gebäude zu bauen, was von beiden Konfessionen genutzt werden kann.
Der muslimische Imam aus Somalia klärt auf über Gesunderhaltung aus nichtwestlicher Sicht.
Wie fing  das an vor 4 Jahren? Es wurde begonnen, Kaffee und Tee auszuschenken an die Leute, die zum Freitagsgebet kamen. Erst hatten sie Angst, jetzt sind wir Freunde geworden, sagt die Pastorin. 
Was gibt es aktuell? Am 30. Oktober gibt es ein Gespräch zu Leben und Tod aus christlicher und muslimischer Sicht.
Sie sage immer einige Worte im Gebet und den Segen in den verschiedenen Sprachen. Damit würden sie Türen und Herzen öffnen.
Jane sagt abschließend: Wir sind da, und wir hören zu.

Ilona

Samstag, 13.10.2018

Minneapolis Riverfront und Augsburg Homecoming game

 

 

Samstagvormittag trafen wir uns am Bauernmarkt neben dem Mill City Museum, das von der Minneapolis Historical Society betrieben wird und uns die Geschichte der Mühlenstadt Minneapolis und der einst größten Getreidemühle der Welt sehr anschaulich näher gebracht hat - wir hatten auch Spaß mit den Installationen für Kinder. Es begann alles mit Holz, das über den Mississippi geflößt wurde, es folgten Sägemühlen, und der Weizenanbau ringsum ließ Mühlen entstehen, die Saint-Anthony-Fälle boten sich da besonders an. Das beeindruckendste Ereignis in der Geschichte der Stadt war die riesige Mehlstaubexplosion am Abend des 2. Mai 1878, bei der nicht nur das damals siebenstöckige Gebäude der Washburn A. Mill und umliegende Mühlen und weitere Gebäude zerstört wurden, sondern die auch 18 Menschen das Leben kostete. Dabei war das noch Glück im Unglück, weil tagsüber dort 200 Menschen arbeiteten. Erst nach dem Wiederaufbau stieg die Washburn A. Mill zu Weltbedeutung auf. Seit 1965 wird hier in dieser Mühle nun nichts mehr gemahlen, mittlerweile überhaupt kaum noch hier in der Stadt, und die Saint-Anthony-Fälle erfreuen nur noch die Touristen, die vom Dach der einstigen Mühle darauf hinabblicken. Meine Gastgeberin kann sich aber noch an eine kleinere Mehlstaubexplosion erinnern, die sich Anfang der 1980er hier irgendwo ereignet hat, und das, obwohl man nach diesem großen Unglück viel unternommen hat, um den Staub unter Kontrolle zu halten.

Anschließend eilten wir zur Augsburg University, um das Football-Spiel der Uni-Mannschaft zu sehen. Die Studenten boten auf einer angrenzenden Wiese allerlei Essbares an, so dass wir dort noch schnell was zum Lunchen auftreiben konnten, auch wenn wir erst Tickets zum Bezahlen erwerben mussten. Der Eintritt zum Spiel war mit 7 $ angemessen, erst recht im Vergleich zu den zehnmal so hohen Preisen der Vikings, das ist die Profi-Mannschaft im American Football hier in der Stadt. Wir blieben zwar nicht bis zum Schluss, aber wir hatten richtig Spaß, das Ganze live und ganz nah dran zu erleben!

                                                                                  Antje 

 

Samstag, 13.10.2018

Unterwegs nördlich von Minneapolis

Gestern haben wir am Vormittag das Indianermuseum in Mille Lacs besucht. Die Fahrt ging durch herrliche Landschaft. Diea Laubfärbung ist zur Zeit wunderschön. Die Indianer wurden von den Weißen in Reservaten angesiedelt, natürlich da, wo der Boden nicht viel hergab. Sie ernährten sich von Wildreis, den sie mühsam ernteten, vom Fischfang und von der Jagd. Sie lebten in Wigwams, kleinen Zelten aus Birkenholzstangen und Birkenrinde, die genial konstruiert waren und bis zu 50 Jahre allen Wettern standhielten. Viermal im Jahr wurde umgezogen, je nach den Bedürfnissen der Menschen in der jeweiligen Jahreszeit - eine sehr interessante Ausstellung. Heute leben die amerikanischen Ureinwohner vom Tourismus und von dem riesigen Casino im Ort.
Danach ging es weiter an den Round Lake zu Jane und Tom Freeburgs "Cabin" in der Nähe von Garrison. Es gab ein fürstliches Essen und eine Rundfahrt mit dem Boot im schönsten Sonnenschein, trotz niedriger Temperaturen ein unvergessliches Erlebnis.
Am Nachmittag besuchten wir die älteste Kirche im Bezirk, 1882 erbaut, St. John, nahe Isanti. Neun Mitglieder zählt der Verein, der wacker um den Erhalt des kleinen Kirchleins kämpft, das von deutschen Aussiedlern errichtet worden ist.
Allen Organisatoren und Helfern ein herzliches Dankeschön für den wundervollen Tag!

Micha 

 

Samstag, 13.10.2018

Willkommene Gäste sind wir hier überall

Dinner bei Tom
In der Nähe von Garrison, noch immer am sonnenbeschienenen See Mille Lacs, der uns beeindruckend groß erschien, bogen wir in eine 'dirt road' ein und gelangten so zu Tom und Jane Freebergs "Hütte" am 'kleinen' See Round Lake. Wir wurden von Loras Cousine, ihrem Mann und deren Sohn Peter herzlich empfangen. Am Ufer brannte in einer ausgedienten LKW-Felge ein Lagerfeuer, am Steg lag das Boot der Familie, und weil wir so interessiert daran waren, lud uns Tom spontan zu einer kleinen Runde auf dem See ein. Dieser ist am Ufer relativ flach, wird aber dann rasant tiefer, Fische gibt es darin jede Menge. Der Wind war allerdings ziemlich eisig. Um so mehr genossen wir die wohlige Wärme beim Lunch in der Cabin. Die Hausherren bewirteten uns mit einem leckeren Sandwich-Buffet. Als Nachtisch brutzelten wir uns am Lagerfeuer Marshmallows für S'mores, das sind quasi Sandwiches aus Crackern, die mit Marshmallows und Schokolade gefüllt werden. Helge und Anke sollen die in ziemlich großen Mengen verspeist haben, als sie hier waren. Können wir jetzt nachvollziehen. Von dort aus ging es zurück Richtung Minneapolis, aber mit einem kleinen Abstecher. Wir besuchten die St. John's Historic Lutheran Church bei Isanti. In der 1882 errichteten kleinen Kirche gibt es nicht nur eine deutsche Geschichte, sondern hier finden zu besonderen Anlässen und jährlich zu Epiphanias Gottesdienste statt, die komplett in deutscher Sprache ablaufen, auch wenn hier keiner mehr deutsch spricht! Muss man sich wohl so vorstellen wie einen auf Latein gehaltenen katholischen Gottesdienst. Zum Dreikönigstag 2016 hielt Helge hier bei reichlich Minusgraden die Predigt. Der Ofen hinten in der Kirche ist nämlich genauso alt wie die Kirche selbst... Wir setzten dort unsere Tradition fort, indem wir wieder ein deutsches Lied in der Kirche sangen. Mandy hatte uns vorausdenkend mit Kopien versorgt, sonst wäre das wohl schwierig geworden. Am Ende des Tages hatten unsere unermüdlichen Fahrer jede Menge Kilometer geschrubbt und luden danach teilweise dennoch zu einem Dinner in ihre Häuser ein - sieben von uns waren heute Abend mit ihren Gastgebern bei Tom eingeladen, und wir lieben ihn alle, weil er so ein witziger, liebenswürdiger Mensch ist.

 Antje

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.